Bilder vom Turnier

18. Internationales TT-Turnier des TTV Mettingen

Zahlenspiegel

Die Vereinswertung gewann zum 2. Mal nacheinander der SV Friedrichsgabe (bei Hamburg, aber Schleswig-Holstein). Zweiter wurde TTV Falken Rheinkamp, dritter unser Nachbarverein Westfalia Westerkappeln.

Bericht    Mettingen, den 21.05.2005, geändert bzw. ergänzt 25.05.2005

Nach meinem Eindruck war es das beste aller bisher vom TTV Mettingen ausgerichteten Turniere.

Es gab fast keine Probleme, nicht einmal in der Herren E Klasse. Die angekündigte und rigoros durchgeführte Kontrolle der Startberechtigungen führte wohl zu einer geringeren Teilnehmerzahl, dafür waren aber alle Teilnehmer startberechtigt.

Wir haben frühzeitig - und dennoch nicht früh genug - ein Anmeldestopp ausgesprochen. Nicht früh genug deshalb, weil Anmeldungen an die e-mail Adresse turnier@ttvmettingen offensichtlich nicht angekommen sind (die ausgefüllten Anmeldeformulare sind alle angekommen). Zunächst wollten wir unseren Gästen, die nach den Turnierunterlagen nicht angemeldet waren, nicht glauben, dass sie sich angemeldet hatten. Nachdem sich diese Behauptung aber häufte, mussten wir feststellen, dass unsere Gäste recht hatten. An dieser Stelle daher noch einmal Entschuldigung an diejenigen, denen wir unterstellt hatten, nicht angemeldet zu sein. Es war daher voller, als wir vorgehabt haben. Am Samstag ging es dann nicht wie geplant weiter, denn die Herren C Klasse mit 105 anwesenden Spielern statt der 74 gemeldeten sprengte unseren Zeitplan. Obwohl wir nicht wieder in mehreren Hallen spielen wollten, blieb uns am Samstag nichts anderes übrig. Daher wurden die Gruppenspiele und die ersten Runden im Doppel der Herren-E-Klasse in die Ludgeri-Halle, wo wir auch unsere M-Spiele austragen, ausgelagert. Die Spielbedingungen sind dort eindeutig besser, wir entschädigten die Spieler auch mit kostenlosen Getränken und Kuchen. Dennoch mussten die Spieler der Herren-E-Klasse die einmalige Turnieratmosphäre vermissen, was zwar nicht alle, aber doch einige sehr  bedauerten.

Dass TT kein Sport für Weicheier ist, haben die Zelter bewiesen. Vier Tage mit in unterschiedlicher Abwechslung Regen, noch mehr Regen, Sturm, Frost, Hagel und ab und zu auch Sonnenschein, konnten fast alle Zelter nicht davon abhalten, bis zum letzten Tag zu bleiben und auch noch ausgezeichnete sportliche Leistungen zu bringen.   

Zeltplatzopen wurde nach dem Schweizer Turniersystem ausgetragen. Es hat sich keiner über das Spielsystem beschwert, aber es hat auch keiner das System gelobt. Einige hatten Probleme, das System überhaupt zu verstehen, obwohl wir nach jeder Runde die Rangliste ausgehängt haben. So wurde auch noch nach der 4. und 5. Runde gefragt, ob man ausgeschieden sei. Andere fragten, warum man noch weiterspielen müsse, wenn man nicht mehr unter die ersten beiden kommen kann. Auch hatten einige keine Lust mehr, nachdem ein Gesamtsieg nicht mehr möglich war. Gespielt haben wir in zwei Gruppen. Das war auch gut so, denn sonst hätten wir weniger Spiele austragen können, da mit der neuen Runde erst angefangen werden kann, wenn die vorherige Runde beendet ist. Bei zwei Gruppen mit jeweils ca. 44 Spielern konnten die Tische durchgehend besetzt werden. Außerdem hatten wir so Halbfinale und zwei Endspiele (Damen und Herren). Ich habe den Eindruck, das das Schweizer Turniersystem gut ist bei z.B. Vereinsmeisterschaften, wo jeder jeden kennt. Dann ist auch von Bedeutung, ob man z.B. 27. oder 26. ist, da man die Spieler vor oder hinter sich in der Rangliste kennt. Bei unserem Turnier kennen sich viele nicht. Ob man zwischen Unbekannten den 22. oder 38. Platz belegt, ist daher nicht so von Bedeutung. Gut zu erkennen war, dass in der 1. Runde überwiegend 3:0 mit Satzergebnissen von oft 0, 1 und 2 gespielt wurde und in den nächsten Runden die 3:0 Ergebnisse ständig weniger wurden. Das Ziel, nach jeder Runde gegen einen Spieler zu spielen, dessen Spielstärke der eigenen Spielstärke näher kommt, wurde deutlich erreicht. Das Schweizer System hat wie alle Systeme Vor- und Nachteile.

Geringen Ärger gab es wegen der Teilnahme von Jugendlichen in Herrenklassen. Die Regeln sind eindeutig. Ein Jugendlicher mit Seniorenerklärung darf in der Herrenklasse starten, in der auch die anderen (erwachsenen) Mannschaftskollegen starten dürfen. Jugendliche, die Ersatz in Herrenmannschaften (wie immer das auch in den einzelnen Landesverbänden heißen mag) spielen dürfen, sind bei Turnieren deswegen nicht startberechtigt. Da ändert sich auch nichts dran, wenn z.B. in Hamburg Jugendliche als Ersatzspieler auf dem MMF einer Herrenmannschaft aufgeführt sind. Ohne Seniorenerklärung können Jugendliche, die im WTTV in der Jungen-Verbandsliga spielen, in der höchsten Erwachsenen-Klasse auf Bezirksebene starten. Theoretisch ist auch hier eine Freigabe des Bezirksjugendwartes erforderlich. Ein Bezirksjugendwart hat mir hierzu mitgeteilt, dass er diese Freigabe nicht ausdrücklich erteilt, weil sowieso alle Jugendlichen bei Turnieren in Erwachsenen-Klasse spielen würden. Daher dürfen bei uns Jugendliche der höchsten Jugendklasse ihres Verbandes in der Klasse starten, in der die Spieler der höchsten Klasse auf Bezirksebene starten dürfen. Das hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Höchste Klasse auf Bezirksebene ist bei uns die Bezirksliga. Spieler der Bezirksliga dürfen bei uns ab Herren-B starten. Also dürfen Jugendliche ohne Seniorenerklärung auch nur HB, HA oder HS spielen.

Kurzgefasst: Jugendliche mit Seniorenerklärung dürfen in den Klassen starten, die ihrer Mannschaft entsprechen (das entspricht 100%ig der WO). Jugendliche ohne Seniorenerklärung dürfen bei uns nicht in den Herren C, D und E -klassen starten. In der Herren B Klasse dann, wenn sie in der höchsten Jugend-Klasse des Verbandes spielen (entspricht u.E. dem Sinn der  WO).

Nachdem Proteste vorlagen, mussten wir leider einige Jugendspieler in der Herren C und D-Klasse disqualifizieren.

Ein ganz besonderes Lob gilt Helmut Schantin. Sein Turnierprogramm lief absolut fehlerlos. Da im Übrigen auch das gesamte EDV-Equipment keinen Ausfall zu verzeichnen hatte, ist die Turnierleitung selten so relaxt abgelaufen, wie in diesem Jahr. Das lag natürlich auch an den anderen zuverlässigen Helfern in der Turnierleitung, die immerhin 2.775 Ergebnisse ohne Fehler eingegeben haben.

Erwähnen möchte ich aber auch Doris Stockmann, die für viele unsichtbar abends die letzte war, die die Tribünen gereinigt hat und morgens als erste dafür sorgte, dass die Zelter frühstücken und die Kinder bereits vor 08:00 Uhr wieder trainieren konnten.

Aber nicht nur Helmut und Doris, auch die weiteren Mitglieder des Vorstandes und die vielen Helfer des TTV haben intensiv zum Gelingen des Turniers beigetragen. Enttäuschend aber die Spieler unserer 1. Herrenmannschaft, von denen nur Gerrit in der extra wegen der 1. Herren eingeführten HA-Klasse teilnahm. Die Spieler der 1. Mannschaft und die Trainer sind  Vorbilder für viele im Verein. Dass die Hälfte der Spieler der 1. Mannschaft und der Trainer nicht zu den insgesamt über 70 Helfern des Turniers gehörten, macht es sicherlich nicht einfacher für den Verein, im nächsten Jahr genügend Helfer zu finden. 

Ein Sprichwort sagt: "Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist". Für mich war das 18. Turnier das Schönste. Es hat wieder Spaß gemacht neue TT-Spieler kennen zu lernen, Bekannte wieder zu sehen und den Stress mit vielen Helfern zu teilen. Einige Entwicklungen im Verein könnten mir die Entscheidung, das Turnier anderen verantwortlich zu überlassen, leicht machen. Dazu kommt, dass meine persönliche Priorität im nächsten Frühjahr die erhoffte Teilnahme an der Senioren-WM in Bremen sein wird, weiterhin habe ich die,  wenn auch geringe Hoffnung, als Schiedsrichter meine zweite WM erleben zu dürfen. 

Manfred Wöste