Bilder vom Turnier

16. Internationales TT-Turnier des TTV Mettingen

Leider haben wir seit Jahren wieder Probleme mit Spielern gehabt, die in Klassen starten, in denen sie nicht spielberechtigt sind. Dieses gab am Freitag in der Herren E Klasse erheblichen Ärger mit der Folge, dass ein 2. und ein 3. Platz frei blieb. Zwei "Sportkameraden" hatten es vorgezogen, zum Halbfinale nicht mehr anzutreten, nachdem wir verlangt haben, das nicht mitgeführte Mannschaftsmeldeformular nachträglich vorzulegen um dann auch erst die Geldpreise zu überweisen. Inzwischen steht fest, dass beide nicht spielberechtigt waren. Der zuständige Landesverband ist informiert.

Am Freitag, bei weit über 30 Grad in der Halle, war die Schwelle zum Ausbruch von Emotionen deutlich niedriger als gewollt. Nachdem immer mehr Spieler, Zuschauer, "Betreuer" und was weis ich sonst noch wer die bereits schmalen Gänge zwischen den Tischen bevölkerten und sich einige auf die Umrandungen gesetzt haben, die das natürlich nicht aushielten, haben wir immer wieder gebeten, die Gänge frei zu machen. Es stört die Spieler und die Zuschauer und uns in der Turnierleitung, wenn Teile der Halle nicht mehr überblickt werden können. Nachdem Durchsagen bei einigen Jugendlichen nichts nutzten, habe ich mich mehrmals auf dem Weg gemacht um die Gänge "freizuräumen". Ca. eine halbe Stunde hielt das an, dann versammelten sich ca. 10 Leute von der Nordseeküste, um eine Spielerin "hautnah" anfeuern zu können. Durchsagen nutzten nichts. Nachdem auch die direkte Ansprache nichts nutzte - alle waren "Betreuer" - , habe ich den "Platzverweis" dreimal wiederholt und danach den vermeintlichen Anführer disqualifiziert und des Zeltplatzes verwiesen. Vielleicht zu kompromisslos und nicht mit ausgewogenen Worten, aber nach über 10 Stunden in der heißen Halle war mir auch nicht nach Diskussionen zu Mute, vor allem nicht, da nach der ersten angemessenen Bitte die Gänge zu räumen, bereits Beschimpfungen kamen. Leider handelt es sich um Stammgäste, die in den letzten Jahren immer zu den Vereinen gehörten, die am meisten Meldungen hatten. Falls diese Gruppe wie angekündigt im nächsten Jahr nicht mehr kommen sollte, können wir das verkraften, zumal am Sonntag die Herren C Klasse nicht pünktlich beginnen konnte, da mehrere auf dem Zeltplatz körperlich anwesende Spieler dieser Gruppe nicht spielen wollten oder konnten und es auch nicht für nötig befanden, sich abzumelden.  

Am Sonntag hatten wir dann noch selbst verursachte - völlig überflüssige - EDV Probleme, wodurch der Turnierverlauf nicht so glatt lief, um unseren eigenen Ansprüchen zu genügen. Es hat sich zwar niemand beschwert, es ist aber peinlich, wenn wir von Gästen auf mögliche Spiele angesprochen werden, von denen wir glaubten, dass diese längst laufen. Das kann passieren, wenn durch einen Druckerstau SR-Zettel nicht ausgedruckt werden und uns dieses nicht auffällt. Vier Druckerstaus an einem Tag - so wie am Sonntag - und zweimal, dass SR-Zettel "weg" sind, darf einfach nicht geschehen.

Damit sind aber "schon" alle negativen Vorfälle des Turniers aufgezählt. Zum Glück überwiegen die positiven. Wir haben 1.079 Meldungen angenommen, so viel wie noch nie. Weitere ca. 200 Meldungen wurden erst gar nicht angenommen. Wieviel Interessierte sich erst gar nicht mehr gemeldet haben, nachdem auf der Homepage auf die vollen Klassen hingewiesen wurde, wissen wir nicht. Mit 1.079 Meldungen haben wir vermutlich die Spitzenposition bei den Meldezahlen deutscher Turniere erreicht, wenn wir Turniere nur für Schüler (Kinderolympiade) oder Turniere an mehr als einem Wochenende (in Norden), außen vor lassen. Trotzdem konnten wir mit dem Turnierablauf zufrieden sein. An allen Tagen lief es Dank der gestaffelten Anfangszeiten recht zügig. Auch in der Herren D Klasse mit 108 Meldungen war kurz nach 22.00 Uhr der Sieger ermittelt. Fast genau gleichzeitig waren auch die Herren B und die Damen B Klasse beendet, so dass kurz nach 22.00 Uhr mit der Playerparty begonnen werden konnte. 

Die Playersparty war wieder deutlich besser als in den letzten zwei Jahren. Daran hat Anja als DJ den meisten Erfolg, der es gelang, den völlig unterschiedlichen gewünschten Musikrichtungen jeweils optimal nachzukommen. Jedenfalls habe ich mir berichten lassen, dass im Foyer der Halle noch um 04.00 Uhr getanzt wurde.

Auch das Zelten verlief in geordneten Bahnen. Wir mussten zwar einige Male die Kaution einbehalten, da zwischendurch einige Zeltbereiche auch bis mittags nicht aufgeräumt waren, Beschwerden von Anliegern wurden aber nicht bekannt. Auch konnte auf Polizei- und Notarzteinsätze verzichtet werden. Sogar unsere Freunde aus Rheinkamp, die uns doch in den vergangenen Jahren - unberechtigte - Sorgen machten, genossen die 4 Tage in Mettingen auffallend ruhig.

Sportlich gab es einige Überraschungssiege. Dass unsere Chinesin Yang Quin die Mixed-, Juniorinnen- und Damen-B-Klasse gewinnen würde, haben wir nicht erwartet. Sie hätte sogar in der Damen-C-Klasse spielen dürfen, da sie nicht höhergestuft wurde. In der Herren-B-Klasse konnten unsere zum Favoritenkreis gehörende Spieler allerdings nichts ausrichten. Dafür revanchierte sich Florian Lampe in der Herren S/A-Klasse mit einem dritten Rang. In der Herren S/A-Klasse hatten sich weniger hochklassige Spieler als sonst angemeldet, von den angemeldeten Spielern sind dann auch noch einige nicht angetreten. Trotzdem gab es hochklassige Spiele, die von den zahlreichen Zuschauern auch deutlich mit Applaus bedacht wurden.     

Zahlenspiegel

Die Vereinswertung gewann zum 1. Mal SC Innova Berlin. Gemeinsam Zweite wurden der Vorjahressieger TTV Falken Rheinkamp und der TB Burgsteinfurt.

1. SC Innova Berlin                    63
2. TTV Falken Rheinkamp        50
2. TB Burgsteinfurt                     50

4. TTG Klüt                                  48

Die meisten Meldungen wurden allerdings von Enrico Vorsatz (genannt Winnetou), Hamburg, abgegeben. Dieser hat eine Fahrt organisiert, an der von verschiedenen Hamburger Vereinen Spielerinnen und Spieler teilnahmen. Diese starteten unter der Bezeichnung "Team Winnetou". Da es sich aber um eine Vereinswertung handelt, konnte der Wanderpokal an Enricos Team nicht ausgehändigt werden. Wir bedankten uns bei Enrico mit einem Erinnerungspokal, da er auch gleichzeitig zum 15. Mal an unserem Turnier teilnahm.

 

Manfred Wöste